Spondylolisthese

Von einem Wirbelgleiten (Spondylolisthese) spricht man bei Verschiebung bzw. Verkippung zweier benachbarter Wirbelkörper gegeneinander. Fast immer ist die Lendenwirbelsäule betroffen. Es sind angeborene und erworbene Formen der Spondylolisthese bekannt.

Eine Retrolisthese bezeichnet das Verschieben des kopfnäheren Wirbelkörpers gegenüber dem darunter liegenden Wirbelkörper nach hinten, analog wird das Vorwärtsgleiten des Wirbelkörpers als Anterolisthese bezeichnet. Zu unterscheiden ist zwischen einem frühkindlich erworbenen Wirbelgleiten mit vorliegender Defektsituation im Zwischenwirbelbereich des Wirbelbogens (sog. Spondylolyse) und einem verschleißbedingten, degenerativen Wirbelgleiten mit intakten knöchernen Strukturen und begleitender Arthrose der kleinen Wirbelgelenke sowie Insuffizienz der Bandstrukturen.

Eine Spondylolisthese kann zu erheblichen Rücken-, Gesäß- und Beinschmerzen führen.

Viele Patienten mit Spondylolisthese haben geringe oder keine Rückenschmerzen und benötigen deshalb keine Behandlung.

 

 

 

Die häufigsten nicht-operativen Behandlungen umfassen:

  • Patientenschulung
  • Ruhe
  • Gewichtsverlust
  • Medikation
  • Korsettbehandlung
  • Physikalische Therapie
  • Akupunktur
  • Chiropraktik
  • Massage
  • Injektionen

Die meisten Symptome sind innerhalb von drei Monaten nicht-operativ sehr gut zu verbessern.

Haftungsausschluss: Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke und ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt.