Glossar

 
Analgetikum: Ein Medikament zur Linderung von akuten oder chronischen Schmerzen.
 
Anästhetikum: Ein Medikament zur Schmerzlinderung oder kompletten Betäubung eines Bereichs. Es kann als Lokalanästhetikum auf das Gebiet der Schmerzquelle begrenzt oder zur Vollnarkose eingesetzt werden.
 
Artefakt: Eine Anomalie in einem Bild was zu Verzerrungen und Störungen führt.
 
Bandscheibe: Ist eine flexible Verbindung zwischen den Wirbeln. Bandscheiben bestehen aus zwei Teilen:
  • äußerer Faserring
  • innerer Gallertkern
Bandscheibenfach: Der Raum zwischen den einzelnen Wirbelkörpern wird auch Bandscheibenfach genannt.
 
Bandscheibenvorfall: Austritt von Gewebe aus der Bandscheibe bei der es zu einer Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzel kommt.
 
coflex® Interlaminares Implantat: Ein Titan-Implantat, dass auf der Lamina ruht und zwischen die Dornfortsätze implantiertwird; trägt zur Stabilisierung der Wirbelsäule bei.
 
 
coflex-F® Minimal-Invasive Lumbale Fusion: Ein Titan-Implantat mit Niet-Fixierung, welches auf der Lamina ruht und zwischen die
Dornfortsätze eingepasst wird. Wird in Verbindung mit einer Stabilisierung im vorderen Bereich der Wirbelsäule eingesetzt.
 
 
DCI™ Dynamisches Zervikales Implantat: Das DCI™ Implantat ist zur Implantation im Zwischenwirbelraum im Bereich der Halswirbelsäule  vorgesehen.
Degenerativ: Medizinisch-wissenschaftlich gebräuchlicher Oberbegriff, wird meist im Sinne einer Funktionseinschränkung verwendet (z. B. degenerative 
Veränderung der Knorpel).
 
Degenerative Bandscheibenerkrankung: Bezeichnet die natürliche Abnutzung der Bandscheiben in der Wirbelsäule.
 
Dekompression: Wird der Wirbelkanal in Folge von Verschleißerscheinungen (degenerativen Veränderungen) oder durch angeborene Veränderungen der Lendenwirbelsäule zu eng, kann eine Operation ("die Dekompression") zur Entlastung des Wirbelkanals notwendig werden.
 
DSS® Dynamisches Stabilisierungssystem: Geringe Instabilitäten der Wirbelsäule werden unter Erhalt einer Teilbeweglichkeit stabilisiert. Dazu kommt
ein dynamisches Verbindungselement zum Einsatz.
 
 
Dornfortsatz: Hinterster Teil des Wirbels. Ein Dornfortsatz ragt aus jedem Wirbel und kann leicht durch die Haut in der Mitte des Rückens gesehen und gefühlt werden.
 
Extension: Rückwärtsneigung/-beugung.
 
Facetten: Auch Wirbelbogengelenke, dienen neben der Bandscheibe und den Wirbelsäulenbändern der gelenkigen Verbindung benachbarter Wirbel.
 
Flexion: Vorwärtsneigung/-beugung.
 
Foramen: Unter einem Foramen versteht man in der Anatomie eine Öffnung bzw. ein "Loch" in einem Gewebe, Knochen oder Organ.
 
Fusion: Eine Operation, welche die betroffenen Wirbelsäulensegmente dauerhaft versteift.
 
HPS™ Hybrid Performance System: Das Hybrid Performance System erlaubt die dynamische Stabilisierung mit dem bewährten dynamischen DSS®-Verbindungselement im Anschluss an eine Fusion.
 
Interkorporelle Fusion: Die Fusion der Wirbelkörper durch Entfernung der Bandscheibe und Einbringung kleiner, füllbarer Käfige (Cages), die zu einer dauerhaften Versteifung und Ruhigstellung der betroffenen Wirbelkörper führt.
 
Interlaminare Stabilisierung: Ein operativer Eingriff, bei dem ein Implantat, wie coflex® oder coflex-F®, zwischen die Dornfortsätze zur Stabilisierung der Wirbelsäule nach einer Dekompression eingesetzt wird.
 
Interlaminarer Raum: Der Raum zwischen zwei benachbarten Laminae.
 
Interspinöser Raum: Der Bereich zwischen zwei benachbarten Dornfortsätzen.
 
Kaudasyndrom: Das Kaudasyndrom oder Reithosensyndrom wird ausgelöst, wenn eine Bandscheibe im untersten Bereich der Wirbelsäule so weit heraus gedrückt wird, dass sie alle vorbeiziehenden Nerven abdrückt. Diese Nervenfasern werden Kaudafasern genannt. Betroffen sind aber nicht nur die Nerven, welche die Muskeln in dieser Region versorgen, sondern auch die Nerven für Blase, Mastdarm und Sexualfunktionen. Der Betroffene verliert die Kontrolle über die Entleerung der Blase und des Darms. Das Kaudasyndrom als eine Art von Querschnittslähmung ist die gefährlichste Form eines Bandscheibenvorfalls.
 
Kortikosteroide: Medikamente zur Verringerung von Schwellungen und Entzündungen. Kortikosteroide, oder kurz Kortikoide, sind Steroidhormone, die in der Nebennierenrinde aus Cholesterin synthetisiert werden.
 
Lamina: Wirbelbogen.
 
Laminae: Mehrzahl von Lamina (Wirbelbögen).
 
Laminektomie: Eine Operation bei der die Lamina entfernt wird um mehr Raum für das Rückenmark und die Nerven zu gewinnen.
 
Lumbal: Der untere Teil der Wirbelsäule "zum Lendenbereich gehörig".
 
Lumbale Spinalkanalstenose: Eine degenerative Wirbelsäulenerkrankung, die die Verengung des Wirbelkanals verursacht. Die Verengung (Stenose) verursacht Druck auf die Nerven und es kommt in der Folge so zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Muskelschwächen.
 
Nervale Kompression: Druck auf einen Nerv; kann zu Nervenschäden und Muskelschwäche führen.
 
Nervenwurzel: Bezeichnet die Nervenfasern, die segmentweise in das Rückenmark einstrahlen bzw. aus ihm austreten und danach zu den Spinalnerven zusammenlaufen.
 
Osteophyten: Ein knöcherner Auswuchs auf dem Rand eines Wirbels; auch als Knochensporn bekannt.
 
Pedikel: Pedikel sind die Verbindung zwischen den hinteren Anteilen des Wirbels und dem Wirbelkörper.
 
Rückenmark: Nervenstrang über den Informationen zwischen Gehirn und dem Rest des Körpers übertragen werden.
 
Spinalkanal:  Knöcherner Kanal in dem das Rückenmark verläuft.
 
Spinalkanalstenose: Verengung des Wirbelkanals.
 
Spondylolisthese: Ein Zustand in dem ein Wirbel nach vorne abgleitet und sich gegen den darunter liegenden Wirbel verschiebt.
 
Supraspinales Band: Auch Dornfortsatzband genannt, verbindet die Dornfortsätze vom siebten Halswirbel bis zum Kreuzbein und sorgt so für ausreichende mechanische Stabilität.
 
Wirbel: Knöchernes Grundelement der Wirbelsäule. Die menschliche Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbeln.